Texel Genetik Heinz Plüss

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Texel Genetik Heinz Plüss

Beitragvon h.plüss » Mo. 07. Sep, 2009

Als erster Schweizer Schafzüchter habe ich Texel Schafe auf MYOMAX GOLD untersucht.
Ausgangsmaterial sind Blutproben von meinen Texel Schafe, die eine Biotechfirma in Neuseeland auf Gene untersucht. MyoMaxGold ist ein DNA-Test, welche die Anteile der Gene bestimmt, die für das Schlachtkörpergewicht und die Schlachtausbeute ausschlaggebend sind. Texel-Schafe, die mit dem MYOMAX Gen ausgestattet sind, haben einen erhöhten Muskelanteil sowie weniger Schlachtkörperfett als andere.
Dieser MYOMAX Gold Gen können auf natürliche Art nur die Texel in sich tragen. Bei allen andern Rassen werden diese Gene eingekreuzt.
Der DNA-Test hat ergeben, dass meine zwei Texel-Böcke Träger von zwei MYOMAX Gold Gene, sowie zwei weibliche Mutterschafe dieselben Gene in sich tragen.
Was bedeutet das für meine Nachzucht von allen Lämmern? Sämtliche Lämmer haben 5 % mehr Fleisch und 7 % weniger Schlachtkörperfett und sind im Besitz von zwei MYOMAX Gene. Die Lämmer, bei denen Vater und Mutter das MYOMAX Gold Gen haben, erreichen die Lämmer 10 % mehr Fleisch und 14 % weniger Schlachtkörperfett, also alles C 3 Lämmer,
und sind im Besitz von den zwei MYOMAX Gold Gene.
Ein Lamm ohne MYOMAX Gene hat ein Schlachtgewicht von 20 kg., somit hat das MYOMAX Gold Lamm 22 kg. und ist ein C 3 Lamm. Preisvorteil pro Lamm, weil es ein C
Lamm ist, hat es 70 Rp. mehr als ein T 3 Lamm, also 15 Fr., dazu kommen 2 kg. mehr Fleisch also 23 Fr. ergibt einen Gewinn pro Lamm von 38 Fr.
Vom Haltungseffekt, von dem reinen Weidegang ,sowie der kurzen Haltezeit der Lämmer bis zum Schlachtgewicht ist hier noch rein gar nichts verrechnet.
Dieser Gentest hat für mich Folgendes hervorgebracht: Schweizer Texel-Schafe sind die Einzigen aller Schafe, die dieses tolle Gene ohne Einkreuzung von Natur auf in sich tragen können.
Meine Böcke haben beide zwei Kopien der Gene und vererben diese all seinen Nachkommen. Dies macht den MYOMAX Gold Bock ideal zum Gebrauch eines vollkommenen Vererbers, erstklassigen Lämmerproduktion.
Ich bin stolz, solche Texel zu besitzen und weitere solche gezüchtet zu haben und noch viele Züchten werde.
Was bringt mir ein Schaf, das Maximalpunkte hat, einen schönen Gang hat, schönere Wolle hat, doch für seine Nachzucht in Sachen Fleischigkeit rein gar nichts bringt. http://www.texelschafe.ch
h.plüss
 
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Re: Texel Genetik Heinz Plüss

Beitragvon al » Fr. 11. Sep, 2009

finde auch dass sich die schafhaltung vorwiegend an wirtschaftlichen kriterien orientieren sollte. allerdings finde ich es falsch wenn nur noch nach fleischfülle und tageszunahmen selektiert wird. untersuchen die in neuseeland z.b. auch eigenschaften wie die fruchtbarkeit oder resistenzen gegen innenparasiten ? ist das ganze rasseabhängig ? damit meine ich ob für jede rasse die ADN neu entschlüsselt werden muss. und was hat der spass gekostet ?

wenn ich mich nicht irre kommt dieses MYOMAX GEN bei den DORPER auch vor.

al
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Re: Texel Genetik Heinz Plüss

Beitragvon h.plüss » Mo. 14. Sep, 2009

Hallo
DNA untersuche gibt es ganz viele beim Schaf.Rassen spezifisch kommt das nicht drauf an,aber nicht alle Rassen haben die selben Gene in sich.
Bei meinen DNA untersuche wurden gleich noch auf scrapie untersucht und Gentypisiert.
DNA untersuche kann man machen auf, Gene für resistent auf klauenFäule,fruchbarkeitsgene,ob ein Schaf überhaupt in der Lage ist Zwillinge zu kriegen oder nicht,Gene ob ein Schaf resistent ist auf bestimmte Krankheiten,Würmer,anfällig auf ein Gen das Euter Entzündung auslöst,usw.
Sämtliche Gene können auf vier verschiedene arten in die Schafe eingepflanzt werden,die noch nicht solche Gene besitzen.Doch am einfachsten ist es mit solchen Schafe zu züchten,die diese Gene in sich tragen,wo ich in meinem betrieb möchte.Es muss ja nicht sein, dass ein voll bemuskeltes Schaf auch ein gutes Mutterschaf sein muss,aber man sollte wissen,was bringt mir der Bock an mein Mutterschaf weiter und was sind meine ziele in der Schafzucht.
Ob das MYOMAX Gen beim Dorper von Natur auf vorkommt denke ich nicht,weil das Gen vom texel abstammt,aber es kommt sicher im Dorper vor durch die einpflanzung und Züchtung.Im Ausland ist das MYOMAX Gen bei vielen Schafen vorhanden,durch einkreuzen und einpflanzen.
h.plüss
 
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