texelzucht

Hier gibt es rassenspezifisches Beiträge zu diversen Rassen.

texelzucht

Beitragvon h.plüss » Fr. 01. Dez, 2006

habe den ersten texel lammbock geschlachtet lebend gewicht 47 kg schlachtgewicht 24.5 kg.ohne kraftfutter nur mit weiden,metzger meinte dürfte
ein bisschen mehr fett haben ,er wisse nicht wen er das letzte mal ein solches
top lamm geschlachtet habe.texel findet man auf der ganzen welt,wo man nur top schlachtkörper verkaufen kann.wieso nicht auch in der schweitz?
h.plüss
 
Beiträge: 52
Registriert: Mi. 20. Sep, 2006
Wohnort: rothrist

Beitragvon al » Mo. 04. Dez, 2006

hoi,

betrachtet man nicht nur den top schlachtkörper,sondern noch weitere kriterien,dann gibt es gründe dass man eben nicht texel wählt.trexel sind träge.dadurch lassen sie sich schlecht treiben.texel sind saisonal.wenn sie im januar und februar lammen geben sie kaum zwillinge.im märz ist es etwas besser.trotzdem ist die fruchtbarkeit eher tief.

möchte man totgeburten vermeiden muss man in das überwachen der geburten viel zeit investieren.einer ausserbetrieblichen arbeit nachgehen ist darum problematisch.

und texel sind krankheitsanfällig.die lange schnellwachsende wolle kann je nachdem ein vor- oder ein nachteil sein.

hätte ich nicht die dorper gefunden,wäre ich vermutlich zu den ile de france zurückgekehrt.deren schlachtkörper hinkt dem der texel nicht viel nach.das ile de france ist aber ein robustes und ausgeglichenes schaf.

das selbe halte ich von den dorpern.nur ist das ganze noch etwas neu und nur mit wenigen tieren als dass ich mich abschliessend äussern will.

grüsse al
al
 
Beiträge: 160
Registriert: Mi. 02. Feb, 2005

Beitragvon bougle » Mo. 04. Dez, 2006

hat jemand Erfahrung mit Mastkreuzungen mit Texel? Mit dem Heterosiseffekt müsste da doch schon was rauskommen, oder?
bougle
 
Beiträge: 84
Registriert: Di. 11. Jan, 2005

Beitragvon Berto » Mo. 04. Dez, 2006

Ja, obwohl ich wenig Schafe habe versuche ich optimale Schlachtkörper zu erzielen ohne an Fruchtbarkeit und robustheit zu verlieren.
Ich habe hauptsächlich SBS Auen die ich mit Suffolk kreuze, was schon gute Schlachtlämmer gibt. Weibliche aus gute Müttern werden nachgenommen, bleiben zT asaisonal. Diese dann mit Texel gedeckt ergeben fast ausschliesslich C und H Lämmer. Der nächste Schritt wird die einkreuzung von SBS/Suff Auen mit Dorper sein um sicherlich asaisonale Schafe zu haben.

SBS x Suff oder SBS x Texel gibt auch T und H aber niemals C. SBS mit Dorper weiss ich noch nicht, kommt erst diesen Winter heraus bei mir....
Berto
 
Beiträge: 9
Registriert: Mi. 29. Sep, 2004

Beitragvon philipp.jacobi » Mo. 04. Dez, 2006

Hallo

Ich halte seit einem Jahr Texelschafe. Ich binn absolut begeistert von dieser Rasse. Meine Texel sind robust, genügsam und zutraulich. Ausserdem bringen sie hervorragende Schlachtkörper, bei geringen Kraftfuttergaben. Meine Mutterschafe haben letzten Frühlind ohne verluste abgelammt. Das ablammergebniss lag bei 1,8 Lämmer pro Mutterschaf, was aus meiner sicht sehr gut ist.
Vorher habe ich es mit Dorperschafen versucht. Habe jedoch vor einem Jahr den ganzen Bestand geschlachtet. Ich konnte mit dieser Rasse nichts anfangen.
Gruss Philipp
philipp.jacobi
 
Beiträge: 4
Registriert: Di. 07. Mär, 2006
Wohnort: Wahlendorf

Beitragvon al » Di. 05. Dez, 2006

hallo,

weil eine schafhaltung mit gekreuzten schafen eher weniger störungsanfällig ist,sind bei uns viele schafe gekreuzt.allerdings werden dazu nur fleischrassen benutzt.das kreuzen von texel mit charollais ergibt gute mutterschafe,sowie schöne schlachtkörper.das texel wird dann etwas ausgeglichener und das charollais etwas besser bewollt.der einfachhalber kann man zwischen beiden rassen pendeln.

grüsse al
al
 
Beiträge: 160
Registriert: Mi. 02. Feb, 2005

Beitragvon Reto Fivian » Mi. 06. Dez, 2006

Hallo
Wenn ich Rassendiskussionen zuhöre, wundere ich mich immer wieder.
Die verschiedenen Rassen sind nur dann viel besser als die anderen, wenn sie möglichst aus dem Ausland kommen und viel persönliche Begeisterung vorhanden ist. Wenn diese Rassen wissenschaftlich verglichen werden, sind die Unterschiede oft nicht einmal signifikant. Aber dass bei jedem Import von Schafen auch immer ein gewisses Risiko besteht, Krankheiten einzuschleppen (Stichwort: Scrapie, resistente Würmer, Pseudotuberkulose, Paratuberkulose,.....) spielt überhaupt keine Rolle.
Auch beim Thema Kreuzen habe ich meine Mühe. Kreuzen um einen Heterosiseffekt zu erzielen ist an und für sich eine supper gute Sache. Aber nur wenn es richtig gemacht wird. Gute Chancen hat man, wenn eine gute Mutterrasse mit einer guten Mastrasse gepaart wird und von den Jungen (F1) alle geschlachtet werden. Sobald diese Jungen wieder mit der selben (oder einer ähnlichen) Rasse wie ihr Vater gedeckt werden, hat das nicht mehr viel mit Kreuzen und Heterosis zu tun und bringt auch keine Vorteile mehr. In dem Fall handelt es sich dann eher um eine Art Verdrängungskreuzung, wo man sich dann rel. rasch von den guten Eigenschaften der ursprünglichen Mutterrasse und vom Heterosiseffekt verabschieden muss. Ob das wirklich das Ziel ist?
Die Britten haben die Kreuzungszucht gut im Griff und haben top Leistungen.
Ich hoffe, dass meine provokativen Worte niemanden beleidigen. Ich selber bin auch von unserer Schafrasse überzeugt. Es ist die Allerbeste auf der ganzen Welt....
Reto Fivian
Reto Fivian
 
Beiträge: 31
Registriert: Mo. 06. Sep, 2004

Fremde Rassen

Beitragvon Christian » Do. 07. Dez, 2006

Da kann ich nur zustimmen. (Wow! Endlich etwas Pfeffer..)

Gruss Christian
Benutzeravatar
Christian
 
Beiträge: 116
Registriert: Mi. 18. Aug, 2004
Wohnort: St. Gallen

Beitragvon al » Mo. 11. Dez, 2006

hallo,

wer schafrassen kreuzt,ist vielleicht weniger überzeugt dass seine rasse die beste ist. eher geht er davon aus dass es die ideale rasse nicht gibt. im gegensatz zum rein- und herdebuchzüchter ist er vielleicht eher am schlachtlamm und der wirtschaftlichkeit interessiert.

das kreuzen ist ein versuch durch die vor und nachteile jeder rasse ein für seinen betrieb besseres schaf zu schaffen. auch ausserhalb den von reto fivian bezeichneten klassischen kreuzungsmethoden kann das kreuzen gute resultate bringen. ergibt es gelegentlich kein vorteile ist es noch immer im positiven bereich. weil es bedeutet, dass es keine nachteile hat. darum darf man das kreuzen gleichberechtigt neben die reinzucht stellen.

reinzucht birgt auch gefahren. durch die selektion auf wenige kriterien geht die reinzucht in ihrer extremen form in richtung inzucht. überholte zuchtziele und eine mangelhafte organisation in den zuchtverbänden können eine rasse ruinieren.

wegen dem mangel an geeigneten kreuzungspartnern ist das kreuzen in der praxis aber nicht immer einfach. zum teil weil über geeignete kombinationen die kenntnisse fehlen. und in seiner anspruchsvollen anwendung ist das kreuzen komplizierter als reinzucht.

in meinem beispiel gewinnt das texel an leichtlammigkeit,fruchtbarkeit,robustheit und temperament. die neugeborenen charollais lämmer sind nicht mehr so nackt. der schlachtkörper ist gleichbleibend gut.

grüsse al
al
 
Beiträge: 160
Registriert: Mi. 02. Feb, 2005

Re: texelzucht

Beitragvon h.plüss » So. 10. Feb, 2008

Hallo
haben seit kurzem unsere web seite eingerichtet http://www.texelschafe.ch .
frage.ist das neue forum von einem neuen verein,oder nur neu gestaltet ?
tolle arbeit,gratuliere. : :lol:
h.plüss
 
Beiträge: 52
Registriert: Mi. 20. Sep, 2006
Wohnort: rothrist

Re: texelzucht

Beitragvon h.plüss » Mo. 17. Nov, 2008

Nun sind es bald zwei Jahre,dass ich hier über Texelzucht geschrieben habe.Es ist viel positives mit dem Texel abgelaufen.Wir haben viel erreicht,viel bewirkt,
viel bewegt,der Schafzucht ein anderes Bild gegeben,die Wirtschafts Rasse Texel vorgestellt,ein bekannter Experte sagte bei einer Kommentierung "Die Texelzüchter wollen Fleisch produzieren " .Wir haben Junge Leute gefunden,die auf den Geschmack gekommen sind,Texel zu Züchten.Die Zukunft wird weiter gehen,es gibt noch viel zu tun,wir werden uns dem Markt stellen,auch das nächste Jahr.
h.plüss
 
Beiträge: 52
Registriert: Mi. 20. Sep, 2006
Wohnort: rothrist

Re: texelzucht

Beitragvon h.plüss » Mi. 03. Dez, 2008

Schlachtlämmer gesucht
Habe am Montag ein Lammbock am Dorfmetzger gebracht,Ertrag 265.Fr. Er fragte mich,ob ich nicht 2-3 Lämmer im Monat Liefern könnte.Für den Metzger sei es kein Problem Schlachtlämmer zu erhalten,aber keine solche Qualität.Der Knochen Anteil sei immer gleich,aber ob es am Knochen weniger oder eben mehr Fleisch habe,das sei doch der Unterschied und das mit dem gleichen Metzger aufwand.Solange die differenz,beim Preis, zwischen einem C und T Lamm nicht viel grösser ist, wird es schwer werden,dass die Schafhalter gute Qualität bringen werden.Denn wie mancher ist überhaupt froh,dass er für seine Kümmerlinge noch etwas bekommt,sowie sie wohl von nicht viel Schweizern gekauft werden.Qualität ist gefragt und wird ihren Platz immer finden,trotz billigem Import.
h.plüss
 
Beiträge: 52
Registriert: Mi. 20. Sep, 2006
Wohnort: rothrist

Re: texelzucht

Beitragvon h.plüss » So. 07. Dez, 2008

Was ist eine Nische? Gelesen in http://www.texelschafe.ch
h.plüss
 
Beiträge: 52
Registriert: Mi. 20. Sep, 2006
Wohnort: rothrist

Re: texelzucht

Beitragvon h.plüss » Mi. 23. Mär, 2011

Schaut mal rein unter www.texelschafe.ch da gibts ne tolles Video über Texel-Schafe.
h.plüss
 
Beiträge: 52
Registriert: Mi. 20. Sep, 2006
Wohnort: rothrist


Zurück zu Diverse Rassen

Wer ist online?

Mitglieder in diesem Forum: 0 Mitglieder und 1 Gast

cron