Walliser Landschaf (Roux du Valais)

Themen, die speziell die Haltung und Züchtung von Walliser Schwarznasen und Walliser Landschafen (Roux du Valais) betreffen.

Walliser Landschaf (Roux du Valais)

Beitragvon Nicole » Do. 17. Feb, 2005

Die braunen Artgenossen des Walliser Schwarznasenschafes, das Roux du Valais, fehlt noch in diesem Forum. Eine sehr interessante und bedrohte Rasse, für deren Bestand ein gewisser Bekanntheitsgrad wichtig ist...
Nicole
 

Re: Walliser Landschaf (Roux du Valais)

Beitragvon Patty » Do. 06. Mär, 2008

So hier mal etwas über das Walliser Landschaf....
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Walliser Landschaf
Das Walliser Landschaf - oder Roux du Valais - ist ein ausgesprochenes Selbstversorgerschaf. Es ist sehr fruchtbar, genügsam und widerstandsfähig. Die Rasse zeichnet sich durch gute Alpgängigkeit und Standorttreue aus, hat einen ruhigen Charakter und einen ausgeprägten Herdentrieb. Seine besonderen Merkmale sind die rollenförmige Behornung beider Geschlechter, die Rammsnase und die rotbraune Wolle. Oft tragen die Schafe einen weissen Stern am Hinterkopf und auch die Schwanzspitze kann weiss gefärbt sein.



Das Walliser Landschaf ist mittel- bis grossrahmig, hat wenig ausgeprägte Fleischpartien und ist eher leicht: Auen wiegen 50 bis 75, die Widder 60 bis 90 Kilogramm. Es ist ein genügsames, wenig auf Mastleistung spezialisiertes Schaf, das für die extensive Haltung besonders geeignet ist. Dies macht das Walliser Landschaf interessant für die Landschaftspflege, denn es kommt auch mit minderwertigem Futter gut aus, und frisst zum Beispiel auch reifes, überständiges Gras, wie es bei den langen Mähintervallen in Naturschutzgebieten oft anzutreffen ist. Die eher grobe, lange und schnell wachsende Wolle fand früher breite Verwendung zur Herstellung von Kleidern. Die aus ihr gefertigten Strümpfe und Unterwäsche sollen sehr warm, gesund und bei Gelenk- und Rheumapatienten daher beliebt gewesen sein. Die attraktiven, rostroten Naturfarbtöne erübrigen das Färben der Wolle. Walliser Landschafe haben einfache Ablammungen und sind asaisonal.

Herkunft und Entwicklung
Das Walliser Landschaf, auch Roux du Valais und früher Roux du Pays genannt, hat seine Ursprungsverbreitung im Ober- und Mittelwallis, wo es zeitweise fast ebenso häufig war wie das bekannte Walliser Schwarznasenschaf. Die Abstammung ist nicht mehr genau zu eruieren, doch wahrscheinlich gehört zu seinen Vorfahren das ausgestorbene Kupferschaf. Es gab ursprünglich zwei Farbschläge: den rotbraunen und den schwarzen. Während andere Walliser Schafrassen wie die kleinwüchsigen und hornlosen Roux de Bagnes, die schwarzen Lötschenschafe oder die Visper Schafe ausgestorben sind, standen die Walliser Landschafe in den 80er-Jahren kurz vor dem Aussterben. ProSpecieRara fand 1985 bei vereinzelten Züchterinnen und Züchtern nur noch Tiere des braunen Farbschlags und startete ein Projekt zur Erhaltung dieser urtümlichen Walliser Schafrasse.

Heutige Verbreitung
Heute ist das Walliser Landschaf nicht nur in seinem Heimatkanton verbreitet, es finden sich auch viele Herden im westlichen Mittelland, im Jura, in den Berner Alpen und im Welschland.

Bestandesentwicklung: stabil
Nutzung: Fleisch und Wolle

Zuchtziele

Widerstandskraft, Geländegängigkeit, Langlebigkeit
Gute Fruchtbarkeit und Muttereigenschaften (Aufzuchtleistung)
Mittlere Mastfähigkeit auf der Basis von Raufutter
Schnelles Wollwachstum

Kontakte/Links

Zuchtverein für das Walliser Landschaf (WLS)
http://www.walliser-landschaf.ch
Liäbs Grüässli Patt
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